Warum gibt es lebensotwendige Güter nicht umsonst?

  • Hi. Die Unternehmen nutzen die staatlichen Coronamaßnahmen und den Russland-Ukrainekrieg um alles teurer zu machen, wodurch mehr Menschen und besonders die ohnehin schon diskriminiert bzw. bedürftig waren, noch schwerer ihren Alltag überleben können.

    Durch die Initiative 'bedingungsloses Grundeinkommen' viel mir die Titelfrage ein.

    Wenn man sich überlegt wie der Kapitalismus funktioniert ist das sehr unethisch und eine Ursache, warum es Armut und Reichtum gibt. Wahrscheinlich auch die meisten Diskriminierungsstrukturen.

    Menschen sollen bezahlen müssen, für alles, mit Geld, einer Währung. Um dieses zu erhalten, sollen sie staatlich anerkannten bzw. staatlich beglaubigten/ gestattetten Tätigkeiten nachgehen. Diese Tätigkeiten sind gegendert in wichtig darum hochvergütet (männlich-kodiert) und unwichtiger (weiblich-kodiert) darum kaum oder gar nicht vergütet.

    Frauen werden geringer entlohnt. Im Kapitalismus wo Geld aber überlebensnotwendig ist, heißt das, sie können sich weniger überlebensnotwendige Güter leisten. Selbst für Lebensmittel und Wohnungen, ein Grundstück, muss bezahlt werden.

    Aus feministischer Literatur, ist bekannt, dass der Kapitalismus patriarchal ist. Ich hatte aber erst jetzt realisiert, was das eigentlich heißt, wie krank der Kapitalismus wirklich ist.

    Das bedingungslose Grundeinkommen oder linke Forderungen nach einer Umverteilung, sind mMn. keine Problemlöser. Weil das Problem ist, dass Menschen nach einem wettbewerbsorientierten Schema kategorisiert werden und diejenigen, die als schlecht bewertet werden, als leistungsschwach (Frauen, Behinderte, Kranke, Kinder-Jugendliche, Alte, Arme usw....) weniger Unterstützung daher weniger oder kein Existenzrecht zugesprochen bekommen.

    Eigentlich weiß ja jeder wie die misshandelt werden, die keinen Beruf, geringen oder keinen Abschluss haben, die arm und einkommenslos, obdachlos sind. Die Infos dazu sind auch online auf verschiedenen Websites abrufbar. Jede/r die Zugang zum Internet haben, können sich die Infos holen.

    Ich denke es gibt keine guten Gründe warum alles etwas kostet und alles verkaufbar ist (sogar Lebewesen = Frauen, Tiere). Darum muss es eine Bewegung geben, - und soweit ist mir keine bekannt - die sich dafür einsetzt einiges im Patriarchat kostenfrei zu machen, sodass besonders die Benachteiligten ein sorgenfreieres Leben führen können. Das wettbewerbsorientierte Interesse müsste eingeschränkt werden. Mit dem Wachstum muss endlich Schluss sein und auch mit dem Anspruchsdenken des Staates.

    Menschen sollten daher ihre Bedürftigkeit nicht mehr nachweisen müssen, was aktuell bei Hartz4 und WBS oder Erwerbslosenminderungsrente und Pflegegeld leider getan wird. Es wird Menschen leider nicht zuerkannt, dass sie Wohnraum und Nahrungsmittel, Monatshygiene wie robuste Textilien zu jedem Wetter brauchen und evtl. ein technisches Fortbewegungsmittel oder Sehhilfen, wenn sie Sehbehindert sind, wie andere Hilfen bei Behinderung.

    So was sollte per se eigentlich Menschen zugesprochen werden, weil nahezu alle, aber besonders Frauen und intergeschlechtliche Personen, in die Bedürftigkeit abgedrängt werden und alle werden alt und es gibt keine Unfallfreiheit im Leben.

    Mit welchem Recht sich die meisten herausnahmen das jetzige Ausbeutersystem zu gründen, ist schon sehr pervers. Sie richten weitreichend, sodass Menschen wegen diesem System im Elend hocken und sterben/ermordet werden.

    Ich würde ein antikapitalistisches System begrüßen. Kommunismus/Sozialismus sind damit nicht gemeint.

    VG

  • Das System worauf ich hinaus will, würde ich vorerst 'Antikapitalismus' nennen. Es unterstützt Bedürftige zu aller erst und erkennt an, dass sich niemand selbst gezeugt hat. Es stellt damit auch ein Gegenkonzept, zum derzeitigen Naturprinzip da "Fressen oder Gefressen werden". Im Antikapitalismus geht es um Leidreduktion - Schäden/Bedürftigkeit anerkennen und reparieren und nicht um Leidmehrung, Wettbewerb, immer neues herstellen.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Mileslka!

    Deine Forderung, Bedürftige zu unterstützen, solltest du mal detaillierter beschreiben. Geht es hierbei um finanzielle oder materielle Unterstützung oder um beides. Zu bedenken ist auch, dass die Unterstützung nicht vom Himmel fällt, sondern erwirtschaftet werden muss. Eine weitere Frage wäre, nach welchen Kriterien wird entschieden, wer "bedürftig" ist. Soll auch derjenige unterstützt werden, der zu faul zum Arbeiten ist?