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Thema: Textinterpretation - "Zwölfjähriger" von Reiner Ku

  1. #1
    Sophia
    Gast

    Standard Textinterpretation - "Zwölfjähriger" von Reiner Ku

    hey ihr lieben!
    Ich brauch dringend Hilfe bei einer Textinterpretation!!
    Es geht um den Text "zwölfjähriger" aus dem Buch "die wunderbaren Jahre" von Reiner Kunze...

    hier der Text:

    ZWÖLFJÄHRIGER

    "Beinahe hätte ich Pistolenschießen gelernt, aber richtig, auf dem Schützenhof. Du kannst mit der Staßenbahn bis hin fahren, hat der Offizier gesagt. Der kam mitten in der Russischstunde, auf einmal ging die Tür auf, und er hat gefragt, er gern Pistole schießen möchte... Ich habe mich als erster gemeldet, bloß - ich habe ein paar Impulse zuviel... Da musst du fünfzehn Sekunden ausatmen und die Pistole mit gestrecktem Arm in ein Loch halten, und dann können die genau ablesen, wie viele Impulse du hast. Aber was denkst du wie schwer so ein Ding ist! Ein Kilo und dreihundert Gramm... Und einer hat Pech gehabt, sage ich dir. Der hatte ganz wenig Impulse, das wäre was ganz Seltenes, und weißt du was? Der hatte eine zu kleine Hand, der kam mit dem Finger nicht an den Abzug."


    das ganze beruht auf der Kritik gegenüber dem staatliche Umgang mit Kindern, die in der DDR zu „nicht denkenden und unkritischen Bürgern“ erzogen wurden!
    so"viel" hab ich schon rausgefunden..

    könnt ihr mir helfen?? bin dankbar für alles!

    liebe Grüße
    Sophia
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  2. #2
    Merlins Fee
    Gast

    Standard

    Weiterhin, und diesen Punkt empfinde ich als besonders gewichtig, lernt man, sofern man seine Hausaufgaben alleine macht, sich selbst etwas zu erarbeiten...
    Hi Sophia!

    Wenn du dieser Meinung bist, verstehe ich deine Anfrage nicht. Was du bis jetzt herausgefunden hast, ist lächerlich wenig. Ich denke, du sollst durch die Hausaufgabe lernen, dir selbst etwas zu erarbeiten, und nicht im Internet herumschlauchen.

    Wenn du wirklich eine angemessene Eigenbemühung zeigen würdest, könnte man dir bestimmt auch gut helfen.

  3. #3
    Sophia
    Gast

    Standard

    sag mal!? kannst du auch noch was anderes als kritisieren???

    wenn ich gekonnt hätte, hätte ich damals eine CONTRA-Erörterung geschrieben, war aber leider nicht meine Aufgabe!!
    Und wenn du meinst dass du soviel schlauer bist als ich - wiso hilfst du mir dann nicht? Wiso kritisierst du mich nur weil ich vielleicht nicht so fähig bin wie du? wiso zeigst du mir nicht wie's geht damit ichs nächstes mal weiß???

  4. #4
    Sophia
    Gast

    Standard

    übrigens hab ich mich auch selbst weiter bemüht:

    Deutsch:
    INTERPRETATION

    DIE WUNDERBAREN JAHRE (Reiner Kunze)


    Um die Prosatexte von Reiner Kunze in seinem Werk „Die wunderbaren Jahre“ verstehen und interpretieren zu können, ist es hilfreich, zunächst etwas über den historischen Hintergrund des Buches zu erfahren:

    HISTORISCHER HINTERGRUND DES KAPITELS "FRIEDENSKINDER"

    Die DDR-Führung legte, um eine fortlaufende Unterstützung der Regierung, auch durch die jungen Generation zu gewährleisten, bestimmte Maßnahmen fest.
    Dazu gehörten unter anderem der Wehrunterricht, Staatsbürgerkunde als Pflichtfach in der Schule oder auch Jugendorganisationen wie die „Freie Deutsche Jugend“ (FDJ).
    Die Ziele des Wehrunterrichts bei Kindern beispielsweise, waren der Aufbau von Beziehungen auf freundschaftlicher Ebene zu den Soldaten und eine emotionale Bindung an die Nationale Volksarmee (NVA).
    Zudem wurde Kindern und Jugendlichen bereits im Kindergarten und später in der Schule der Hass auf den Klassenfeind (BRD und alle anderen westlichen Systeme), die bedingungs- und kritiklose Aufnahme von Informationen und die „Richtigkeit“ des DDR-Systems eingetrichtert.
    Die FDJ, welches die einzige, von der DDR respektierte Jugendorganisation war, hatte unter anderem die Aufgabe, die Freizeit der Jugendlichen in die gewünschte Bahn zu lenken.
    Der enorme Leistungsdruck unter dem die Schüler (ein Schnitt von 2,2 im Abitur reichte nicht aus um zu studieren) standen führte dazu, dass Schüler auf Fragen der Lehrer jedes Mal die offiziell gewollten Antworten gaben. Es herrschte also immer ein Drang zur Heuchelei, um sich selbst nicht zu schaden.

    Dieser staatliche Umgang mit Kindern, die in der DDR zu „nicht denkenden und unkritischen Bürgern“ erzogen wurden, wird von Kunze besonders im 1. Kapitel „Friedenskinder“ kritisiert.
    So auch im Text „Zwölfjähriger“.

    ZWÖLFJÄHRIGER

    "Beinahe hätte ich Pistolenschießen gelernt, aber richtig, auf dem Schützenhof. Du kannst mit der Straßenbahn bis hin fahren, hat der Offizier gesagt. Der kam mitten in der Russischstunde, auf einmal ging die Tür auf, und er hat gefragt, er gern Pistole schießen möchte... Ich habe mich als erster gemeldet, bloß - ich habe ein paar Impulse zuviel... Da musst du fünfzehn Sekunden ausatmen und die Pistole mit gestrecktem Arm in ein Loch halten, und dann können die genau ablesen, wie viele Impulse du hast. Aber was denkst du wie schwer so ein Ding ist! Ein Kilo und dreihundert Gramm... Und einer hat Pech gehabt, sage ich dir. Der hatte ganz wenig Impulse, das wäre was ganz Seltenes, und weißt du was? Der hatte eine zu kleine Hand, der kam mit dem Finger nicht an den Abzug."

    HYPOTHESE
    Der Eifer, mit welchem der erst zwölfjährige Junge davon erzählt, dass er fast gelernt hätte wie man mit einer Pistole umgeht, zeigt, wie die Kinder spielend an den Umgang mit Waffen herangeführt und dadurch auch unbewusst mit Gewalt vertraut gemacht wurden und Spaß daran fanden.
    Kinder stellen nicht in Frage ob es gut ist oder schlecht was sie lernen. Solange etwas Spaß macht kann es doch nur gut sein.
    Genau diese Denkweise der Kinder, ihre Naivität und das nahezu uneingeschränkte, widerspruchslose Vertrauen in die Erwachsenen, nutzte die Regierung aus um schon die Jüngsten für Waffen und Gewalt zu begeistern, und um sie von der „Richtigkeit“ des DDR-Systems zu überzeugen. Ihnen Gehorsam beizubringen, sie gefügig zu machen. Die Kinder wurden von oben manipuliert ohne es überhaupt zu merken.


    ich hoffe das zeigt, dass ich hier nicht nur "abkassieren", MerlinsFee!??

    liebe grüße
    Sophia

  5. #5
    Merlins Fee
    Gast

    Standard

    Hi Sophia!

    Na, das ist doch schon was! Jetzt guck ich mal, wo du es geklaut hast:

    http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/105857.html

    Jan Krämer schreibt:
    Um die fortlaufende Unterstützung der Regierung auch durch die heranwachsende Generation zu gewährleisten, setzte die DDR-Führung auf bestimmte Maßnahmen bzw. Organisationen, wie den Wehrunterricht, das Pflichtfach Staatsbürgerkunde und Jugendorganisationen wie die FDJ.
    Sophia schreibt:
    Die DDR-Führung legte, um eine fortlaufende Unterstützung der Regierung, auch durch die jungen Generation zu gewährleisten, bestimmte Maßnahmen fest.
    Dazu gehörten unter anderem der Wehrunterricht, Staatsbürgerkunde als Pflichtfach in der Schule oder auch Jugendorganisationen wie die „Freie Deutsche Jugend“ (FDJ).

    Jan Krämer schreibt:
    Ziele des Wehrunterrichts bei den jungen Kindern waren der Aufbau von Beziehungen auf freundschaftlicher Ebene zu den Soldaten und die emotionale Bindung an die Nationale Volksarmee (NVA).
    Sophia schreibt:
    Die Ziele des Wehrunterrichts bei Kindern beispielsweise, waren der Aufbau von Beziehungen auf freundschaftlicher Ebene zu den Soldaten und eine emotionale Bindung an die Nationale Volksarmee (NVA).

    Jan Krämer schreibt:
    Schon im Kindergarten und in der Schule wurden den Kindern und Jugendlichen der Hass auf den Klassenfeind (BRD und alle anderen westlichen Systeme), die bedingungs- und kritiklose Aufnahme von Informationen und die ,,Richtigkeit" des DDR-Systems indoktriniert.
    Sophia schreibt:
    Zudem wurde Kindern und Jugendlichen bereits im Kindergarten und später in der Schule der Hass auf den Klassenfeind (BRD und alle anderen westlichen Systeme), die bedingungs- und kritiklose Aufnahme von Informationen und die „Richtigkeit“ des DDR-Systems eingetrichtert.
    usw. usw.

    Es ist mir jetzt zu dämlich, wie eine Detektivin nachzuspionieren, was du wo abgeschrieben hast, und wenn dein Lehrer nicht total überlastet ist, hat er es genauso schnell raus wie ich.

    Nichtsdestotrotz ist ja richtig, was da steht. Du bist nur verpflichtet, die Passagen kenntlich zu machen, die du von jemand anderem übernommen hast. Das gilt sowohl für deine Hausarbeit als auch für das Forum hier.

  6. #6
    Merlins Fee
    Gast

    Standard

    Hi Sophia!

    Aber wenn wir jetzt schon mal bei der Facharbeit von Jan Krämer sind: Da steckt doch noch viel mehr drin.

    Zum Beispiel: 1) Einbettung in den Kontext. Worum geht es noch im Kapitel "Friedenskinder"? Wie passt dein Textauszug dort rein? Worauf läuft es hinaus?

    2) Stil, Wortwahl, sprachliche Mittel - Krämer hat sogar ein eigenes Kapitel "Satirische Mittel". Findest du in deinem Textbeispiel irgendwo ein Stilmittel der Satire?

    3) Eins würde mir bei den von Krämer genannten sprachlichen Mitteln noch fehlen: die Bildsprache. Schau mal, ob du irgendwo in dem Text eine Metapher findet, die nicht nur eine wörtliche, sondern auch eine übertragene Bedeutung hat.

  7. #7
    Gast

    Standard

    ..sowas kommt bei mir schon ins quellenverzeichnis! hab ich jetzt nicht auch noch rein kopiert.. tut mir leid! aber ich muss das ganze ja auch gar nicht schriftlich abgeben... meinen Text wird mein Lehrer gar NIE zu Gesicht bekommen!
    ich hab von Jan Krämer, nur das rausgeschrieben, was ich für mich am wichtigsten empfunden habe..dass das jetzt fast genau das gleiche ist, wie bei ihm liegt daran, dass ich seinen Text 1. für gut gehalten habe und 2. daran, dass ich ganz schlecht im "Texte umschreiben" bin....
    ich werde den Text dann aber auch nich genau so ablesen! da wird schon noch was geändert..
    und geklaut hab ich außerdem nur beim "historischen Hintergrundwissen" zum Buch und dem Kapitel - die Hypothese zum Beispiel hab ich mir selber aus gedacht! meinst du die kann ich so lassen?? ich bin mir nicht sicher ob das nicht schon zu weit in die "Vermutungen" geht.. weil nachweisen kann ich meine Aussagen mit Hilfe des Textes nicht alle.. aber das muss man doch oder?? "keine Aussage ohne Textnachweis und kein Textnachweis ohne Aussage"???
    vllt ist meine Hauptaussage ja auch total am Thema vorbeigeschrammt??

    liebe Grüße
    Sophia

  8. #8
    Merlins Fee
    Gast

    Standard

    Die Verhältnisse stimmen nach meinem Gefühl nicht, wenn du 2/3 historischen Hintergrund von einer Facharbeit übernimmst und 1/3 selbst machst. Dabei steht in der Facharbeit doch so viel mehr drin, nämlich alles was den Stil betrifft. Das könnte man fast 1:1 übertragen.

    Schwieriger finde ich Krämers Abschnitt zur Satire:

    Der Einsatz dieser ,,Satire" entlocken dem Leser ein Schmunzeln, manchmal ein lautes Lachen. Dieser Gegensatz zu der furchtbaren DDR -Wirklichkeit unterstreicht Kunzes Kritik.
    Schreibe doch mal, wo das in deinem Textauszug drinsteckt.

  9. #9
    sophia
    Gast

    Standard

    also mein verhältniss von facharbeit und selbstüberlegtem habe ich jetzt etwa auf 1:1 gebracht - von der Facharbeit habe ich nich mehr übernommen als oben bereits drin steht, ich habe lediglich seine Gedanken zum Buch auf meinen Text übertragen.. aber ich habe nichts mehr von der Facharbeit kopiert!
    Außerdem habe ich mich erkundigt was "Satire" sind, mit dem Begriff konnte ich nichts anfangen. Muss leider zugeben, dass ich soetwas in meinem Text nicht wirklich finden kann!??

  10. #10
    Gast

    Standard

    Als ich habe es so verstanden: Beim Pistolenschießen muss man die Hand möglichst ruhig halten. Wackelt man, dann gibt es "Impulse". Wer beim Schießen möglichst wenig "Impulse" hat, ist der beste Schütze.

    Nun gab es einen Schüler, der hatte ganz wenig Impulse. Gutes Ergebnis! Warum ist das "Pech"? Der müsste doch jetzt eigentlich hervorragend abgeschnitten haben. Aber der hatte so wenig Impulse, weil er mit dem Finger nicht an den Abzug kam. Kunze macht sich hier über die Waffenerziehung lustig: das beste Ergebnis hat der, der gar nicht an den Abzug kommt. Hauptstilmittel der Satire ist die Ironie. Das ist hier ironisch gemeint. "Etwas ganz Seltenes" - man ist als Leser kurz verwirrt, bis man den letzten Satz liest.

    Zugleich ist die "zu kleine Hand" auch eine Metapher. Auf der Sachebene bedeutet es im wörtlichen Sinne, dass seine Hand zu klein war, um an den Abzug zu kommen. Die Waffe war zu groß für den Schüler. Im übertragenen Sinne bedeutet es, dass hier Kinder im Umgang mit einer Waffe trainiert werden und das noch gar nicht fassen können.

    Hier werden kleine Kinder mit Waffen konfrontiert, die für sie viel zu groß sind. Jemand, der nicht einmal die Pistole richtig bedienen kann, kann noch weniger die Bedeutung des Schusswaffengebrauchs erkennen. Das ist die versteckte hintergründige Aussage.

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