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Thema: Ich brauche etwas Hintergrund wissen über den Nahostkonflikt

  1. #1
    Jule
    Gast

    Standard Ich brauche etwas Hintergrund wissen über den Nahostkonflikt

    Falls jemand sich mit diesem Thema auskennt und so freundlich wäre mir einige, wichtige Informationen darüber zugeben, wäre ich sehr angetan? Mir ist es selbst etwas peinlich aber ich stehe in der letzten zeit irgendwie eher unter druck?! Daher bedanke ich mich schon mal im Voraus.
    Mein genaues Thema ist : " Nahostkonflikt früher & heute"
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    Diese Diskussion ist älter als 90 Tage. Die darin enthaltenen Informationen oder Fragen sind möglicherweise nicht mehr aktuell. Erstelle bitte zu deiner Frage ein neues Thema im Hausaufgaben Forum !!!!!

  2. #2
    Gast

    Standard

    In Palästina lebten seit spätestens 1000 v. Chr. neben Kanaanäern israelitische Stämme. Die Geschichte des Zionismus beginnt mit der Besatzung der israelitischen Königreiche durch die Römer und der Versklavung und Vertreibung der Israelis (Diaspora) - zur weiteren Vorgeschichte des Nahostkonflikts vergleiche Israel/Geschichte. Die von Theodor Herzl 1896 in seinem Buch "Der Judenstaat" veröffentlichte Idee des Zionismus führte zusammen mit zunehmend antisemitischen Tendenzen in Europa zu einer anwachsenden Zahl europäischer Juden, die in Palästina eine Heimstätte für das jüdische Volk gründen wollten (Alijah). Auch wenn es schon vor der zionistischen Bewegung jüdische Siedlungen in Palästina gegeben hatte, entstanden durch die Einwanderung Konflikte mit den dort bereits ansässigen Palästinensern.

    In der Balfour-Deklaration 1917 versprach der britische Außenminister Arthur James Balfour den Zionisten die Unterstützung Großbritanniens für die Einrichtung einer "nationalen Heimstätte" des jüdischen Volkes in Palästina. Gleichzeitig heißt es in der Deklaration, die Rechte der ansässigen (arabischen) Bevölkerung müssten gewahrt werden. Die Balfour-Deklaration barg demnach bereits das ganze Konfliktpotenzial von zwei Völkern, die dasselbe Stück Land beanspruchen.

    Allerdings gab es auch einflussreiche arabische Kreise, die der jüdischen Einwanderung positiv gegenüberstanden. Zudem strebten die Zionisten eine Einigung mit den Arabern an. Infolge dessen unterzeichneten 1919 Chaim Weizmann, als Vertreter der WZO (Zionistische Weltorganisation), und Faisal, König von Syrien, ein Abkommen, in dem dieser die jüdischen Interessen auf Palästina anerkannte.

    Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches erhielt Großbritannien vom Völkerbund das Mandat, Palästina treuhänderisch zu verwalten. In einer Korrespondenz zwischen Hussein ibn Ali (Hedschas) und dem britischen Hochkommissars in Ägypten, Henry McMahon, wurde bereits1915/1916) den Arabern die Selbstständigkeit versprochen, sollten sie Großbritannien im Kampf gegen die Osmanen unterstützen. 1918 versprach die britische Regierung, die Unabhängigkeit Palästinas zu fördern und hier einen Satellitenstaat wie im damaligen Ägypten herzustellen. Dieses Versprechen wurde jedoch nur teilweise erfüllt, obwohl es bis zum Zweiten Weltkrieg eine autonome palästinensische Regierung gab.


    Karte des UN-TeilungplansDie Mandatszeit war geprägt durch eine Erstarkung militanter nationalistischer Gruppen. Die Konflikte rührten beispielsweise daher, dass arabische Großgrundbesitzer ihr Land an Juden verkauften, es aber diesen überließen, die dort ansässige arabische Bevölkerung zu vertreiben, die sich so von den Juden "verjagt" fühlten. Des Weiteren stellten die schnell entstandenen jüdischen Unternehmen zum Teil nur Juden ein, wodurch sich die arabische Bevölkerung benachteiligt sah. Zu größeren arabischen Aufständen und Pogromen kam es 1921, 1929 und in den Jahren 1936 bis 1939. Auf jüdischer Seite entstanden neben der Haganah, der Irgun und die Stern-Gruppe, die zahlreiche Anschläge auf Briten und Araber verübten.

    Die Judenverfolgung und Ermordungen im Dritten Reich gab dem Gedanken des Zionismus neuen Anstoß, als viele Juden aus Deutschland fliehen mussten. Viele europäische Staaten wollten keine jüdischen Flüchtlinge aufnehmen. Manche von ihnen gingen nach Palästina (das Gelobte Land), wo sie teilweise Kibbuzim gründeten.

    Als die Briten nach dem Zweiten Weltkrieg ankündigten, ihr Mandat über Palästina aufgeben zu wollen, stellte die UNO einen Teilungsplan (Resolution 181, 29. November 1947) auf, nach dem ein jüdischer und ein arabischer Staat gegründet werden sollten. Während die jüdische Führung in Palästina diesen Plan begrüßte, wurde er von den Arabern sowie den extremistischen jüdischen Gruppen abgelehnt.

    Nach dem Abzug der britischen Truppen erklärte die provisorische Regierung unter David Ben Gurion die Unabhängigkeit des Staates Israel.

    [Bearbeiten]
    Israel und die arabischen Staaten
    Mit der Gründung Israels 1948 wuchs sich der schon vorher schwelende Konflikt zum Krieg aus. Die arabischen Staaten (beispielsweise Ägypten, Syrien, Jordanien, Irak) erklärten der jungen Nation Israel den Krieg (erster Palästinakrieg, Israel nennt ihn Unabhängigkeitskrieg), der mit einer Niederlage der Angreifer endete und zur Flucht von etwa 700.000 Palästinensern aus Israel und den von Israel im Verlauf des Kriegs besetzten Gebieten führte. Die Frage, ob dieser Exodus als Flucht oder Vertreibung zu sehen ist, ist umstritten (siehe Palästinensisches Flüchtlingsproblem, Israelischer Historikerstreit).

    Eine indirekte Folge des Kriegs war auch der Exodus von etwa 600.000 Juden aus den arabischen Staaten nach Israel, das die Flüchtlinge in einem mühsamen und langwierigen Prozess vollständig integrierte. Die Palästinenser fanden Aufnahme in Flüchtlingslagern in den umliegenden Staaten Libanon, Jordanien und Ägypten sowie im Westjordanland (bis 1967 von Jordanien verwaltet) und im Gaza-Streifen (bis 1967 unter ägyptischer Kontrolle). Sie fordern teilweise bis heute von Israel ein Recht auf Rückkehr.

    Nur Jordanien hat bisher den Flüchtlingen die Staatsbürgerschaft angeboten. Alle anderen arabischen Staaten verweigern dies bis heute und benutzen die Palästinenser stattdessen als politisches Faustpfand gegen Israel. 1949 wurde der Krieg mit der Unterzeichnung von Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und Ägypten, Jordanien, Irak, Syrien und dem Libanon beendet (siehe Waffenstillstandsabkommen von 1949).

    In den folgenden Jahren (bis 1973) kam es zu zahlreichen militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und seinen Nachbarländern. Israel hatte schon im Unabhängigkeitskrieg Gebiete besetzt, die im Teilungsplan der UNO den Palästinensern zugesprochen worden waren.

    1956 Sueskrise
    1967 bricht nach massiven Drohgebärden seitens des ägyptischen Präsidenten Gamal Abd al-Nasser (Truppenaufmarsch im Sinai, Blockade der Straße von Tiran für israelische Schiffe) der Sechstagekrieg aus. In einem Blitzangriff der israelischen Armee werden die arabischen Armeen vernichtend geschlagen. Die ägyptischen Luftstreitkräfte werden in den ersten Stunden des Krieges noch am Boden zerstört, die ägyptische Armee verliert über 80 Prozent ihres militärischen Materials. Israelische Truppen besetzen die Sinai-Halbinsel und den unter ägyptischer Verwaltung stehenden Gaza-Streifen und beziehen Stellung am Ostufer des Sueskanals. An der syrischen Front erobert Israel die strategisch wichtigen syrischen Golanhöhen, und zwar nach dem Waffenstillstand mit Ägypten, wie man in den Memoiren des damaligen Generalstabschefs und späteren Premierminister Yitzhak Rabin nachlesen kann. Nachdem Jordanien im Glauben an einen bevorstehenden Sieg Angriffe auf Israel begonnen hat, besetzt Israel auch den östlichen Teil Jerusalems und das jordanische Westjordanland.

    Die Resolution 242 des UN-Sicherheitsrates erklärt den Erwerb von Territorien durch Krieg für unzulässig und fordert Israel zum Abzug aus besetzten Gebieten auf. Da im englischen Wortlaut der Resolution 242 nur von "besetzten Gebieten", und nicht von "den besetzten Gebieten" gesprochen wird (so heißt es wiederum in der französischen Version desselben Textes), betrachtet Israel die Resolution 242 seit der Rückgabe der Sinai-Halbinsel an Ägypten als erfüllt. Die Resolution 242 fordert weiterhin die politische Unabhängigkeit eines jeden Staates in der Region und das Recht, innerhalb sicherer und anerkannter Grenzen frei von Bedrohungen oder Gewaltakten zu leben. Israel beginnt damit, diese 67er-Gebiete systematisch zu besiedeln. Im Gegensatz zu Gaza und Westjordanland wird nur das vormals jordanische Ostjerusalem von Israel völkerrechtlich annektiert.

    Nach dem Sechs-Tage-Krieg verübt die Fatah eine Reihe von Anschlägen gegen Israel, was in der Schlacht von Karame 1968 auf jordanischem Territorium seinen Höhepunkt findet. König Hussein von Jordanien gerät immer mehr in einen Konflikt mit dem palästinensischen Widerstand, weil er einerseits durch ihre Provokationen gegen den Nachbarstaat und andererseits durch die revolutionäre innenpolitische Haltung des Widerstandes in Jordanien (insbesondere der marxistisch-leninistisch orientierten PFLP und DPFLP) eine ernst zu nehmende Gefahr für seine Herrschaft sieht. Die Situation eskaliert im September 1970 nach der Entführung dreier Flugzeuge durch die PFLP nach Jordanien. Die Zusammenstöße wurden von den Freischärlern Schwarzer September genannt. In der Folge müssen die PLO und die verschiedenen Widerstandsbewegungen ihre Basen in den Libanon verlegen.

    Im Jom-Kippur-Krieg (oder "Oktoberkrieg") [1973] erzielen Ägypten und Syrien durch einen Überraschungsangriff am höchsten jüdischen Feiertag Anfangserfolge gegen Israel. Teile des Sinai werden von ägyptischen Truppen besetzt. Allerdings gelingt es Israel nach einigen Tagen, die ägyptischen Truppen zurückzuschlagen. Am 16. Oktober ist die ägyptische Armee eingekesselt und die Israelis stehen jenseits des Sueskanals 220km vor Kairo. Der Krieg wird durch massiven Druck der USA beendet. Der Jom-Kippur-Krieg wird von den arabischen Staaten als Teilerfolg gesehen, da der Mythos der Unbesiegbarkeit der israelischen Armee Schaden genommen hatte. Andere sehen ihn als eine greifbar nahe Niederlage, die Ägypten diesmal erspart blieb. Durch das Embargo, das die arabischen Ölförderstaaten gegen Israel-freundliche Staaten verhängten und das den Industrienationen ihre Abhängigkeit vom Erdöl auf erschreckende Weise vor Augen führte, gewinnen die Ägypter zusätzlichen Verhandlungsspielraum.

    1978 unterzeichnen der israelische Premierminister Menachem Begin und der ägyptische Präsident Anwar as-Sadat in Camp David ein Friedensabkommen, das vom amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter ausgehandelt worden ist. Beide Seiten verpflichten sich zum Gewaltverzicht, Israel verpflichtet sich zum Rückzug von der Sinai-Halbinsel und zum Abbruch aller jüdischen Siedlungen auf diesem Gebiet. Ägypten erkennt im Gegenzug den Staat Israel diplomatisch an. Die Rückgabe des Gazastreifens lehnt Ägypten ab. Israelische Schiffe erhalten freie Durchfahrt durch den Golf von Sues und den Sueskanal. Ein halbes Jahr später, am 26. März 1979, folgt der israelisch-ägyptische Friedensvertrag. Sadat wird kurz darauf von Islamisten während einer Militärparade erschossen.

    Im Januar 2006 erregen wiederholte bedenkliche Drohungen des radikalislamischen iranischen Präsidenten gegen den Bestand des Staates Israel Aufsehen.

    siehe auch Arabischer Antisemitismus

    [Bearbeiten]
    Jordanisch-Syrischer Konflikt
    1975 versuchten Jordanien und Syrien ihre Feindseligkeiten zu beenden, um eine neue Allianz zu bilden. Das Abkommen wurde 1978 beendet, da sich König Hussein weigerte, Syrien eine dominante Position in ihrem Bündnis zuzugestehen.

    [Bearbeiten]
    Libanonfeldzug und Besatzung
    Unter dem Namen "Operation Frieden für Galiläa" (Libanon-Feldzug) greift Israel 1982 militärisch in den Bürgerkrieg im Libanon (1975-1990) ein und besetzt die Hauptstadt Beirut. Die PLO, die dort nach dem "Schwarzen September" (1970) ihr Hauptquartier eingerichtet hatte und im Süden des Libanon zum "Staat im Staat" geworden war und deren militärische Verbände Bürgerkriegspartei waren, wird nach Tunesien vertrieben. Im September 1982 richten christliche Milizen unter den Augen der israelischen Armee in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila ein Massaker an, dem Schätzungen zufolge rund 2500 Palästinenser zum Opfer fallen. Insgesamt werden zwischen Juni und September 1982 etwa 20.000 Palästinenser getötet. Der libanesische Bürgerkrieg kostete zwischen 90.000 und 110.000 Menschen das Leben. Israel besetzt einen Streifen im Süden des Landes und gibt diese Region erst am 25. Mai 2000 mit dem Abzug der Armee an den Libanon zurück. Am 24. Juli erklärt die UN, dass sich die israelische Armee hinter die Waffenstillstandslinien der 40er Jahre zurückgezogen habe. Seitdem kommt es zwischen Kämpfern der Hisbollah und Tzahalmitgliedern immer wieder zu Gefechten.

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    Israel und die Palästinenser
    Gegenstand des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern ist die Forderung der Palästinenser nach einem eigenen Staat auf dem Gebiet ganz Palästinas (also unter Vernichtung Israels). Einen eigenen Staat nach dem Teilungsplan der UNO (Resolution 181) wurde von Anfang an von palästinensischer Seite abgelehnt. Die amtierende palästinensische Regierungspartei Hamas, die einen starken Rückhalt in der palästinensischen Bevölkerung hat, fordert bis heute ganz Israel als ihr Staatsgebiet.

    Während dessen nahmen die Israelis das 1947 von der Völkergemeinschaft zugestandene Recht der Staatsgündung auf den ihnen zugewiesenen Gebieten in Anspruch. Jedoch kam es unmittelbar nach der Gründung zu erbitterten Angriffen auf den jungen Staat durch die umliegenden arabischen Länder, mit dem erklärten Ziel, Israel zu vernichten. Israel ging aus diesem Konflikt, an dem sich die Palästinenser auf feindlicher Seite beteiligten, als Sieger hervor. Die Hauptverlierer waren die Palästinenser, die während der Auseinandersetzungen aus den Kriegsgebieten geflohen waren und nun nicht wieder zurückkehren durften.

    Das Existenzrecht Israels wird von der in den Palästinensergebieten einflussreichen palästinensischen Organisation PLO erst 1998 offiziell (inoffiziell ab 1989) in ihrer Charta anerkannt. Viele palästinensische Organisationen, wie beispielsweise Jassir Arafats Fatah, sowie die islamistischen Organisationen (Hamas, Islamischer Dschihad) fordern jedoch weiterhin die "Befreiung ganz Palästinas", was einer Verneinung des Existenzrechtes Israels und dem Aufruf zur Vernichtung des jüdischen Staates gleichkommt.

    Von den 1960er bis zu den 1980er Jahren war das Ziel der PLO gemäß interner und offizieller Dokumente, einen palästinensischen Staat zu errichten, der Jordanien, Israel, das Westjordanland und den Gazastreifen einschließen sollte.

    Nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 verübte die PLO eine Reihe von Anschlägen gegen Israel, die in der Schlacht von Karame 1968 auf jordanischem Territorium ihren Höhepunkt fanden. König Hussein von Jordanien geriet immer mehr in einen Konflikt mit der PLO, weil er einerseits durch deren Provokationen gegen den Nachbarstaat und andererseits durch die revolutionäre innenpolitische Haltung der PLO in Jordanien eine ernstzunehmende Gefahr für seine Monarchie sah. Dies eskalierte 1970 nach einem Attentat auf ihn zum Schwarzen September. In der Folge musste die PLO ihre Basen in den Libanon verlegen. Seitdem bezeichnet Palästina meist nur das Gebiet westlich des Jordans.

    In den 70er Jahren war die PLO für einige Entführungen westlicher Flugzeuge verantwortlich, wobei es vorkam, dass jüdische Passagiere "selektiert" und ermordet wurden. Oftmals wurde und wird von Seiten der (arabischen) Palästinenserorganisationen davon gesprochen, die "Juden ins Meer zu treiben", was zu großem Misstrauen seitens Israels gegenüber den Arabern führte. Während der Olympischen Spiele 1972 in München entführten und töteten Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation Schwarzer September elf israelische Sportler (siehe auch Olympia-Attentat und München (Film)).

    Die meisten Gebiete im Westjordanland und im Gazastreifen sind unter israelischer Kontrolle, einige palästinensische Städte und Dörfer werden seit dem Oslo-Abkommen 1993 von der palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet. Nach der Besetzung errichtete Israel zahlreiche Israelische Siedlungen, für die teilweise palästinensisches Land konfisziert wurde. Diese Siedlungspolitik wird von den Palästinensern sowie der internationalen Staatengemeinschaft vehement kritisiert. Viele verschiedene Quellen sprechen von "besetzten palästinensischen Gebieten", wenn sie Palästina oder Teile davon meinen.

    Besonders umstritten ist das Rückkehrrecht für die palästinensischen Flüchtlinge, die im Zuge der Staatsgründung Israels ihre Heimat verlassen haben, die heute in Israel liegt. Die Palästinenser fordern das Rückkehrrecht für alle damaligen Flüchtlinge (etwa 600.000) und deren Nachkommen (um die 6 Millionen, nach palästinensischen Angaben 8,5 Millionen). Israel verweigert das bis dato, da dies aufgrund der hohen Nachkommenzahl der damaligen Flüchtlinge einer Auflösung des Staates Israel in seiner derzeitigen Konzeption als "rein-jüdischer" Staat gleichkommen würde. Die palästinensischen Flüchtlinge werden seit 1949 von einer eigenen UN-Organistation, der UNRWA betreut. Das UN-Mandat umfasst allerdings keinen Schutz der Flüchtlinge vor den wiederholten Angriffen der israelischen Armee auf die Flüchtlingslager.

    Ein weiteres ungelöstes Problem ist der zukünftige Status von Jerusalem, das beide Seiten als Hauptstadt beanspruchen.

    Der dritte Streitpunkt ist das Fortbestehen der von Israel seit 1967 in den besetzten Gebieten errichteten jüdischen Siedlungen, in denen mittlerweile etwa 200.000 israelische Juden leben. Diese Siedlungen werden international gemeinhin als völkerrechtswidrig betrachtet.

    Gewaltsam eskalierte der Konflikt seit dem Ausbruch der 1. Intifada 1987, einem Aufstand der Palästinenser in den israelisch besetzten Gebieten. Im so genannten "Krieg der Steine", der bis 1991 dauerte, kam es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen der israelischen Armee und aufständischen Palästinensern.

    Es gab und gibt viele Versuche, den Konflikt friedlich beizulegen. Große Hoffnungen machte das 1993 geschlossene Oslo-Abkommen, das einen Abzug der israelischen Armee aus dem Westjordanland und dem Gazastreifen sowie eine palästinensische Selbstverwaltung in diesen Gebieten vorsah. Nach einer Übergangszeit sollte ein dauerhafter Status der Gebiete ausgehandelt werden. Konfliktträchtige Punkte wie die Jerusalemfrage oder das Flüchtlingsproblem wurden dabei vertagt. Dieser "Oslo-Prozess" geriet jedoch immer wieder ins Stocken. Endgültig als gescheitert anzusehen war der Oslo-Friedensprozess, nachdem bei einem Treffen zwischen dem PLO-Führer Arafat und dem israelischen Premierminister Barak 2000 in Camp David keine Einigung erzielt worden war (Camp David II).

    In der Folge nahm die Gewalt wieder zu, besonders seit Beginn des zweiten palästinensischen Aufstands, der Al-Aksa-Intifada. Diese zweite Intifada war im Gegensatz zur ersten Intifada von Anfang an ein bewaffneter Aufstand, der immer wieder in Selbstmordattentaten auf israelische Zivilisten gipfelte. Im Zuge der folgenden "Vergeltungsschläge" der israelischen Armee wurden weite Teile der Infrastruktur in den palästinensischen Gebieten zerstört.

    In den letzten Jahren haben islamistische Organisationen wie Hamas starken Zulauf bei Teilen der palästinensischen Bevölkerung gefunden. Diese opponieren gegen die aus ihrer Sicht zu gemäßigte Politik der Palästinensischen Autonomiebehörde. Die jüngste Entwicklung ist geprägt durch eine massive Zahl an Selbstmordanschlägen islamistischer Organisationen auf israelische Zivileinrichtungen. Im Mai 2003 marschierten israelische Truppen in das Westjordanland und den Gazastreifen ein. Die dort vom israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon betriebene Strategie der "Zerstörung der terroristischen Infrastruktur" hatte die Zerstörung der Einrichtungen der palästinensischen Autonomiebehörde sowie von Teilen der zivilen palästinensischen Infrastruktur zur Folge. Tausende Palästinenser wurden durch die Zerstörung ihrer Häuser obdachlos.


    Karte der Region (2004)Im Jahr 2003 begann die israelische Regierung mit der Errichtung eines Sperrzauns, der jedoch in vielen Teilen weit auf palästinesischem Gebiet verläuft und jüdische Siedlungen an das israelische Kernland angliedert. Als Begründung wurde angegeben, palästinensische Selbstmordattentäter sollten nicht mehr auf israelisches Territorium vordringen können.

    Am 22. März 2004 wurde der geistliche Führer und Gründer der militanten Hamas-Bewegung, Scheich Ahmed Jassin, durch einen gezielten israelischen Hubschrauberangriff in Gaza-Stadt getötet. Die Maßnahme ist Teil einer Politik der Gezielten Tötung von Feinden des Staates Israel. Ein weiterer Führer der radikalen Palästinenserbewegung, Abd al-Aziz al-Rantisi, rief nach dem Anschlag die islamische Welt zum Krieg gegen Israel auf.

    Abd al-Aziz al-Rantisi kam am 17. April 2004, in unmittelbarer Nähe von Jassins Grab, ebenfalls durch einen gezielten Angriff der israelischen Armee auf sein Auto ums Leben. Die Hamas schwor als Reaktion auf das Attentat umgehend Rache.

    Im August 2005 begann die einen Monat dauernde Räumung aller 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen sowie vier weiterer im Westjordanland durch die israelische Armee. Dabei kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Siedlern und Armeeangehörigen. Etwa 8000 Menschen wurden bei dieser Aktion umgesiedelt.

    Die Hamas gewann 2006 die Wahlen um die Palästinensischen Autonomiebehörde mit absoluter Mehrheit.

    Siehe auch: den zeitlichen Ablauf des israelisch-palästinensischen Konfliktes.

    Geografie: Israel, Palästinensische Autonomiegebiete, Palästina, Gazastreifen (mit Hauptstadt Gaza), Westjordanland
    Personen: Jassir Arafat, Ehud Barak, Marwan Barghouti, David Ben Gurion, Shimon Peres, Colin Powell, Dennis Ross, Jitzhak Rabin, Anwar as-Sadat, Nabil Shaath, Ariel Scharon
    Organisationen: Fatah, Hisbollah, Hamas, IDF, Kach, PLO
    [Bearbeiten]
    Trinkwasserkonflikt
    Im Nahen Osten besteht ein großer Wassermangel, besonders aber ein Mangel an Trinkwasser, der Konfliktpotential in sich birgt. Der Nahe Osten besteht zu 95 % aus Wüste, ist einer intensiven Sonneneinstrahlung ausgesetzt und besitzt dabei keine reichen Süßwasservorkommen. Die Menge der Niederschläge ist sehr gering, häufig gibt es Dürrejahre. Die Anzahl der Flüsse, die das ganze Jahr Wasser führen, ist gering. Der jüdische Nationalfonds versucht mit dem Bau von Süßwasserreservoiren, den Verbrauch von Wasser aus dem See Genezareth entgegenzuwirken.

    Der bestehende Mangel wird zusätzlich noch durch Bevölkerungsexplosion und Umweltzerstörung verschärft. Es wird zu viel Grundwasser gepumpt und den Brunnen droht die Versalzung. Fossiles Wasser, das sich nicht regenerieren kann, wird gefördert. Der Wassermangel wird von Jahr zu Jahr spürbarer. Deshalb werden Staudämme gebaut, allerdings oft ohne die Nachbarstaaten zu fragen oder deren Bedürfnisse und Rechte zu berücksichtigen.

    Schon in früherer Zeit kam es zu Streitigkeiten über Wasserstellen, und bis heute kann die Verletzung von Wasserrechten als Rechtfertigung für eine Kriegserklärung gelten. Dabei wird zum Teil mit Gewalt gedroht oder Gewalt angewandt, um den anderen Staaten eigene Wasserregelungen aufzwingen zu können. So führte die syrische Absicht, die Jordan-Quellen umzuleiten, um die Pläne eines israelischen Wasserprojekts zu vereiteln, zu einer schweren Krise und schließlich zum Sechs-Tage-Krieg.

    Viele Experten glauben, dass bei zukünftigen Konflikten im Nahen Osten nicht der Zugang zu Erdöl, sondern der Zugang zu Wasser im Mittelpunkt stehen wird.

    [Bearbeiten]
    Quellen, Literatur
    Avi Primor: Der Friedensprozeß im Nahen Osten und die Rolle der Europäischen Union" ZEI, 1998. ISBN 3-933307-25-2. - (Zentrum für Europäische Integrationsforschung <Bonn>: ZEI discussion paper ; 25)
    Beck, Martin: Friedensprozess im Nahen Osten. Rationalität, Kooperation und politische Rente im Vorderen Orient. Westdeutscher Verlag. Wiesbaden 2002. ISBN 3531137247
    Baumgarten, Helga: Palästina - Befreiung in den Staat. Die palästinensische Nationalbewegung seit 1848. Suhrkamp Verlag.Frankfurt/ Main 1991.
    Charles H. Dyer; Stanley A. Ellison: Wem gehört das Land? Die wirklichen Ursachen des Nahostkonflikts, Bielefeld, 2005, ISBN 3-89397-972-7 PDF-Download hier
    Volle, Angelika/Weidenfeld, Werner (Hrsg.): Frieden im Nahen Osten? Chancen, Gefahren, Perspektiven, Verlag für Internationale Politik, Bonn 1997, 308 S.
    Peres, Schimon: Die Versöhnung. Der neue Nahe Osten, Siedler, Berlin 1993, 280 S. ISBN 3-88680-528-X
    Dershowitz, Alan M.: Plädoyer für Israel: Warum die Anklagen gegen Israel aus Vorurteilen bestehen, Mit einem Vorwort von Henryk M. Broder, Hamburg u.a.: Europa Verlag 2005, ISBN 3-203-76026-6
    Chomsky, Noam: Offene Wunde Nahost, Israel, die Palästinenser und die US-Politik, Europa Verlag Hamburg, ISBN 3-203-76017-7
    Finkelstein, Norman G.: Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinenser, Mythos und Realität, Diederichs Verlag Kreuzlingen, ISBN 3-7205-2368-3

  3. #3
    MatinHH
    Gast

    Standard danke...

    ich brauche dringend hilfe für meine hamas hausarbeit... wäre sehr lieb... wenn ihr mit informationen geben könntet... lg

  4. #4
    sibel
    Gast

    Standard hilfeeeeeeeee

    hi ,
    kann mir bitte bitte bitte jemand konstruktive Beiträge zur aktuellen Lage der Hamas bzw. auch zum Nahostkonflikt berichten,denn ich soll einen Referat halten...Ich benötige unbedingt gegenwärtigeund eventuell zukünftige Infos ich im voraus ..ich werde auf anwort warten mit großer hoffnung etwas darüber lesen zu können!!!

  5. #5
    deine mutter
    Gast

    Standard =) keeep it real

    deine mutter gibts hilfe kennshc wikipedia? und nachrichten?

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