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Thema: Gedicht

  1. #1
    Goli
    Gast

    Standard Gedicht

    Hallo, kann sich vielleicht einer meine Analyse durchlesen und ein feedback geben, wäre supernett! würde mich auf auf verbesserungsvorschläge freuen.DAnke im Vorraus! lg

    Also hier erstmal das Gedicht:

    An Georg Herwegh

    Herwegh, du eiserne Lerche,
    Mit klirrendem Jubel steigst du empor
    Zum heilgen Sonnenlichte!
    Ward wirklich der Winter zu nichte?
    Steht wirklich Deutschland im Frühlingsflor?

    Herwegh, du eiserne Lerche,
    Weil du so himmelhoch dich schwingst,
    Hast du die Erde aus dem Gesichte
    Verloren - Nur in deinem Gedichte
    Lebt jener Lenz den du besingst.



    Das Gedicht "An Georg Herwegh" wurde 1844 von Heinrich Heine verfasst. In dem Gedicht übt Heine Kritik an Georg Herweghs Tendenzpoesie aus und kritisiert konkret seine Werke, in denen der überwiegende politische Akzent die Poesie ersetzt. Das Gedicht enthält zwei Strophen mit jeweils fünf Versenbn. Ein genaues Reimschema ist nicht vorhanden.Dies dient dazu die unkontrollierte Kritik Heines an der Tendenzpoesie zu verdeutlichen.

    Sowohl im ersten Vers der ersten Strophe als auch im ersten Vers der zweiten Strophe spricht HEine , Herwegh direkt an: "Herwegh, du eiserne Lerche "(Z.1 & Z.6). Dies wirkt als ein Apell an Herwegh aber auch als eine Einleitung und Anrede am Anfang jeder Strophe, da in den folgenden Versen Herwegh von Heine direkt angesprochen wird. Dabei vergleicht Heine, Herwegh mit einer "eisernen Lerche" (Z.1 & Z6) , dieses verdetlichen soll, dass Herweghs Einstellung zur Poesie einer "eisernen LErche" ähnelt und nicht von der stark konservativen Dichtung abkommt, sodass Herwegh nicht klein zu kriegen ist. Inm den zwei folgenden Versen wird auf ironische Art verdeutlicht, dass sich Herwegh durch Aufrufe, dauf die er in seinen Gedichten konkret eingeht, falsche Hoffnungen macht und deshalb nur in seinem Gedanken "mit klirrendem Jubel" (Z.2) empor steigt "zum heiligen Sonnenlicht" (Z.3).Durch Ironie macht Heine darauf aufmerksam, dass Herweghs politische Vorstellungen nie der REalität entsprechen können.Dieses untermalt Heine in den zwei darauffolgenden Versen, indem er Herwegh nun selbst fragt, ob er wirklich Glauben an eine baldige Realisierung eines sozial-demikratischen vereinten Deutschland hat: " Steht wirklich Deutschland im Frühlingsflor?"(Z.5)

    Die zweite Strophe beginnt erneut mit Herwegh: "Herwegh, du eiserne Lerche". DIe darauffolgenden Verse heben erneut Herweghs übermutige Einstellung hervor("weil du so himmelhoch dich schwingst" (Z.7)). Herwegh wird hierbei als euphorisch dargestellt, da zu Ausdruck gebracht wird, dass er sich selbst "himmelhoch" schwingst und in gewisser Weise durch seine politischen Anregungen eher fantasiert. Dabei versucht Heine ihm die Sinnlosigkeit der Tendenzpoesie vor Gesicht zu bringen und darzulegen, dass die Poesie beibehalten und nicht durch politische Aufrufe, deren Durchführung unrealistisch sind, verdeckhen werden soll. Diesen Gedanken unterstützt er mit den drei letzen Versen , die sinnlich zusammenhängen. Dabei betont er, dass "jener Lenz"(Z.10) den er besingt nur in "deinem Gedichte"(Z.9) Dieses dient dazu auszudrücken, dass Herwegh durch Tendenzpoesie nicht nur von der Poesie selber als auch von der realen politsichen Verhältnissen abkommt, denn eine Revolution, wie er sich ausmalt würde nach Heines Ansicht nicht zu verwirklichen sein. Heine bestätigt dieses auch durch die vorherige Zeile: "Hast du die Erde aus dem Gesichte verloren- " (Z..

    Im Großen und Ganzen kritisiert Heine überwiegend mit Ironie Herweghs Einstellung zur Poesie. Vor dem historsichen Kontext (Deutschland litt in der dumpfen Luft der Restauration unter den rückständigen feudalen Verhältnissen)vertirtt Heine zwar die Ansicht bei Gedichten das Motiv der Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse im Vordergrund zu behalten, jeodch ist er der Auffassung, dass die Poesie an sich trotz alledem aufrechterhalten soll, so dass ein Gedicht immer noch typische Merkmale aufweist (Reimschema, Versmaß etc.).Das GEdicht "An Georg Herwegh" ist gleichzeitig auch eine Anspielung zur Tendenzpoesie, da dieses sowohl kein Versmaß als auch kein Reimschema aufweist.


    P.s: Ich wusste leider nicht genau was mit "Lenz" gemeint ist und konnte es deshalb nicht weiter erklären, kann mir da einer vielleicht helfen? wäre echt nett.... lg Goli
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  2. #2
    Ghostbuster
    Gast

    Standard


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