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Thema: Zusammenfassung von "Warten auf den Führer"

  1. #1
    ersguterjunge
    Gast

    Standard Zusammenfassung von "Warten auf den Führer"

    Hallo!

    Könnt ihr mir eine Zusammenfassung von folgendem Text mit 200 Wörter schreiben?

    Danke

    Warten auf den Führer
    Die These, Jugendliche seien leicht zu blinder Gefolgschaft verführbar, fand ein amerikanischer Geschichtslehrer im Experiment bestätigt.
    Wie ist es möglich, dass so viele Deutsche behaupten, sie hätten nicht gewusst, was während der Nazi-Zeit passierte?"
    Ron Jones, Geschichtslehrer an einer amerikanischen High School, war auf diese Frage vorbereitet. Sie blieb nie aus, wenn er im Unterricht das Dritte Reich behandelte. Als er seinen Schülern wieder einmal dieses Phänomen erklären sollte, entschloss er sich, ihnen das Unbegreifliche nicht nur mit Warten begreiflich zu machen, sondern mit Hilfe eines Experiments.
    Über seinen Versuch, die Schüler selbst die Antwort finden zu lassen, berichtete jüngst das US-Fachblatt "Psychology Today". Das schockierende Fazit der Psycho-Experten über den Test im Klassenzimmer: "Was als Lehrbeispiel begann, endete als Alptraum."
    Fünf Tage lang waren die Schüler, die nur wussten, es handle sich um ein Experiment, sozusagen Versuchs-Untergebene eines faschistischen Regimes. Lehrer Jones startete seine Probe aufs Exempel nach gutem altem Nazi-Rezept -- mit Drill.
    Am Montag befahl er eine neue Sitzhaltung: Füße flach auf den Boden, die Hände hinter dem Rücken gekreuzt, um die Wirbelsäule zu strecken. "Könnt ihr so nicht freier atmen?", fragte er, "fühlt ihr euch so nicht besser?" Nächste Anweisung: Die Schüler sollten sich bei allen Fragen oder Antworten neben ihre Tische stellen und so knapp wie möglich formulieren. Jedem Beitrag musste die Anrede "Mister Jones" vorangehen.
    Als der Lehrer am Dienstag das Klassenzimmer betrat, fand er alle in der vorgeschriebenen Position vor. Einige grinsten, die meisten blickten starr geradeaus. Jones ging zur Tafel und schrieb mit großen Buchstaben zwei Sätze: "Stark durch Disziplin" -- "Mächtig in der Gemeinschaft".
    Wieder und wieder ließ er die Schüler diese beiden Maximen im Chor nachsprechen. Schließlich, gegen Ende der Stunde, zeigte er ihnen einen neuen Gruß, den er ausdrücklich als "nur für die Teilnehmer meines Geschichtsunterrichts bestimmt" deklarierte: die rechte Hand in Schulterhöhe erhoben, die Finger angewinkelt.
    Das sei, erläuterte er, der "Gruß der "Dritten Welle". Die gebogenen Finger symbolisierten die Welle, die "dritte" heiße sie deshalb, weil jede dritte der heranrollenden Wogen am Strand kräftiger als die anderen sei. So sollten sie sich von nun an immer grüßen, wo immer sie sich träfen.
    Am Mittwochmorgen registrierte Jones 13 neue Schüler in seinem Unterricht. Sie waren ihren regulären Stunden ferngeblieben, um sich der Gemeinschaft der "Dritten Welle" anzuschließen. Jones verteilte Mitglieder-Karten und beauftragte drei Schüler, ihm jeglichen Verstoß gegen die Regeln zu melden.
    "Der Auftrag", so Versuchsleiter Jones, "war unnötig." Allein am Mittwoch meldeten sich rund 20 Schüler bei ihm, um Klassenkameraden zu denunzieren, die entweder "nicht richtig grüßten" oder "das Experiment kritisierten".
    Den vierten Tag, den Donnerstag. nutzte Jones, um den -- inzwischen 80 -- versammelten Schülern das "wahre Anliegen der "Dritten Welle"" zu erklären. Es handele sich um mehr als einen Schulversuch, sagte er, dahinter stehe ein "nationales Konzept", für das es Schüler zu gewinnen gelte, die bereit seien, "an einer politischen Veränderung mitzuwirken".
    Für die Mittagsstunde des nächsten Tages kündigte er einen Präsidentschaftskandidaten der "Dritten Welle" an, der im Fernsehen auftreten werde. Gleichzeitig solle in der Schule eine Kundgebung stattfinden -- natürlich nur für die Mitglieder der "Dritten Welle".
    Mehr als 200 Schüler strömten am Freitagmittag in den Saal. Jones schloss die Türen und stellte Wachen auf, um Nicht-Mitglieder fernzuhalten. Dann forderte er das Publikum auf, zu zeigen, was es gelernt habe. Er grüßte -- und 200 Arme erhoben sich, um zurückzugrüßen. Beschwörend rief er "stark durch Disziplin", immer wieder. und jedes Mal donnerte die Antwort lauter als zuvor.
    Um zwölf Uhr schaltete er das Fernsehgerät ein. Alle starrten auf die flimmernde Scheibe. Fast zehn Minuten vergingen, bis einer der Schüler plötzlich rief: "Da ist doch gar kein Führer seht ihr einen?"
    Ungläubig drehten sich die anderen ihm zu, dann wandten sie sich wieder zu Jones. Er schaltete den Apparat ab und sagte: "Hört mir gut zu, es gibt gar keine "Dritte Welle". Ihr seid benutzt worden, ihr habt euch von euren eigenen Wünschen manipulieren lassen. Ihr habt geglaubt, ihr seid Auserwählte -- besser als andere. Ihr habt die Bequemlichkeit der Unterordnung gegen den freien Willen eingetauscht. Ihr habt nicht anders gehandelt als die Deutschen in der Nazi-Zeit."
    Dann führte der Geschichtslehrer einen Film über Deportationen und Konzentrationslager vor, der mit den Worten endete: "Keiner kann sich von der Schuld freisprechen -- jeder war auf irgendeine Weise mitbeteiligt."
    Nach dem beklemmenden Schweigen, das der Vorführung folgte, gestand der Lehrer seinen Schülern. dass ihn selbst das Experiment "krank und schuldbewusst" gemacht habe. Und er erklärte, dass die klassische Frage, warum die Deutschen ihre Nazi-Vergangenheit verleugneten, ihn auf den Einfall gebracht habe.
    "Wenn ihr voll begriffen haben werdet", prophezeite er seinen Zuhörern. "was hier vorgefallen ist, wird auch von euch keiner jemals zugeben, dass er dabei war."
    Achtung: Dies ist ein alter Thread im Hausaufgaben Forum
    Diese Diskussion ist älter als 90 Tage. Die darin enthaltenen Informationen oder Fragen sind möglicherweise nicht mehr aktuell. Erstelle bitte zu deiner Frage ein neues Thema im Hausaufgaben Forum !!!!!

  2. #2
    Gast

    Standard

    sag mal die hausaufgabe sollen auch noch andere für dich schreiben???? das ist doch echt ne frechheit!!!! das ist ein hilfe forum und kein forum für faule.
    kannst uns ja mal sagen wann du welche tests schreibst. vielleicht geht ja dann einer für dich hin und schreibt sie für dich

  3. #3
    ersguterjunge
    Gast

    Standard

    ja cool

    würdest du es machen?

  4. #4
    Melissa
    Gast

    Standard

    Vor allem steht unter dem Spiegel-Artikel ausdrücklich:

    DER SPIEGEL 31/1976
    Alle Rechte vorbehalten
    Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.
    Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
    Das ist aber keine Verlinkung. "ersguterjunge" hat den Artikel einfach ohne Quellenangabe abkopiert.

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