Das sind die fünf Parteien die ihre Ziele vorstellen. (Text kurz gefasst/gekürzt)
Nun habe ich in der Schule eine Aufgabe dazu bekommen, und zwar lautet diese:

1Beschreiben sie die wirtschaftspolitischen Zielperspektiven der Bundestagsparteien und
2Vergleichen sie die Schwerpunktsetzungen in wirtschaftspolitischer (speziell: wachstumspolitischer) Hinsicht und
3characktierisieren sie - soweit erkennbar- die rolle die jeweils dem staat bei der verwirklichung der ziele zugedacht wird.

Die 1. Aufgabe ist nicht so das Problem, die zweite würde ich vllt auch noch hinbekommen, aber mit der 3. A. habe ich ein großes Problem.

Kann mir hier vllt einer auf die Sprünge helfen, besonders bei Aufgabe 3? a2 wären ansätze auch nett.

FDP
Unsere freiheitliche Wirtschaftsverfassung sorgt für Innovationen, Wachstum, Arbeitsplätze und den notwendigen sozialen Ausgleich. Damit der Wettbewerb zwischen den Unternehmen um die besten Produkte und Dienstleistungen funktionieren kann, müssen nicht nur Privateigentum, Vertragsfreiheit und freie Preisbildung garantiert werden; auch der vom Staat gesetzte wirtschaftspolitische Rahmen muss stabil und berechenbar sein.
Die Marktwirtschaft muss leistungsfähiger werden, nicht nur in konjunkturell guten Zeiten. Notwendig ist deshalb:
1. Ein scharfes, allgemeines Wettbewerbsrecht, das Monopole verhindert und Marktmacht eindämmt. Die FDP-Bundestagsfraktion will keine Sonderregelungen für bestimmte Branchen, sondern starke unabhängige Wettbewerbsbehörden, die den Wettbewerb auf allen Märkten durchsetzen. Deshalb sollte das Bundeskartellamt die Möglichkeit bekommen, Unternehmen, die sich dauerhaft wettbewerbswidrig verhalten, zu entflechten.
2. Eine Rückführung des Staates auf seine Kernaufgaben, die Überprüfung aller Subventionen, weniger bürokratische Eingriffe in die Wirtschaft, nachhaltige Reformen der Sozialsysteme, Senkung der Staatsquote auf unter 40 Prozent - all das würde das politische Unfugpotential auf allen Ebenen deutlich verringern. Deutschland braucht keine kurzatmigen Konjunktur- und Ausgabenprogramme, sondern eine konstante Wirtschaftspolitik, auf die Unternehmer und Verbraucher vertrauen können. Privatisierung und die Öffnung des Arbeitsmarktes sind ordnungspolitische Daueraufgaben. Betriebliche Bündnisse für Arbeit müssen möglich sein. Der Flächentarifvertrag muss sich dem Wettbewerb mit betrieblichen Lösungen stellen. Die paritätische Mitbestimmung in den Aufsichtsräten sollte durch die Drittelparität als gesetzlicher Mindeststandard ersetzt werden. Das würde den Standort Deutschland voranbringen.


CDU
Die Soziale Marktwirtschaft ist für die CDU das Erfolgsmodell, das es uns auch in Zukunft ermöglicht, in Freiheit, Wohlstand und Sicherheit zu leben. Die CDU bekennt sich zu diesem Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell auch als Antwort auf die Herausforderungen der globalisierten Welt. Soziale Marktwirtschaft heißt Wohlstand und Sicherheit für alle. Die Soziale Marktwirtschaft vereint Leistungswillen und Solidarität. Einrichtungen der Solidarität dürfen nicht den Leistungswillen des Einzelnen lähmen. Nicht durch Abschottung und Überregulierung, sondern nur durch mehr Freiheit und Wettbewerb können wir die Stärke der Sozialen Marktwirtschaft erhalten.
Die CDU steht seit jeher für eine Politik, die auf die positive Gestaltungskraft freier Märkte und fairen Wettbewerbs vertraut. Die Wettbewerbsfähigkeit eines Wirtschaftsstandorts lebt von der Dynamik seiner Unternehmen. Wir wollen die Staatsquote senken, Bürokratie abbauen, das Arbeitsrecht überschaubar und flexibel sowie das Steuerrecht wettbewerbsfähig gestalten und die Bedingungen für die Unternehmensfinanzierung verbessern. Unser Ziel ist es, Vertrauen als Voraussetzung für mehr Investitionen in Deutschland zu Schaffen. Massenarbeitslosigkeit ist unerträglich, nicht hinnehmbar und ökonomisch schädlich. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist hauptsächlich strukturell bedingt. Wir brauchen deshalb nicht nur mehr nachhaltiges Wachstum, sondern zielgerichtete Bildungsinvestitionen und eine umfassende Reform des Arbeitsmarktes.
Es muss gelten: Vorfahrt für Arbeit. Gesellschaftlicher Wohlstand kommt von Arbeit. Mehr Wachstum und mehr Arbeit
bedingen einander.

Die Grünen
Die verdrängten ökologischen und sozialen Folgekosten unserer Wirtschaftsweise übersteigen ihre Wohlfahrtsgewinne.Das alles sind Herausforderungen, denen man mit dem Beschwören der guten alten oder einer neoliberalen „Neuen Sozialen Marktwirtschaft“ bzw. mit rituellen Bekenntnissen zu mehr Wachstum nicht wirksam begegnen kann.Die ökologische Herausforderung, vor der wir stehen, verlangt nach Rahmenbedingungen, die den Markt und seine Akteure zwingen, nach den besten ökologischen Lösungen zu suchen.

SPD
Der globale Kapitalismus häuft große Mengen an Kapital an, die aber nicht zwangsläufig neuen Wohlstand erzeugen. Entfesselte Finanzmärkte bringen Spekulation und Erwartungen hervor, die einer nachhaltigen und langfristig ausgerichteten Wirtschaftsweise entgegenstehen. Wo das einzige Ziel die schnelle und hohe Rendite ist, werden allzu oft Arbeitsplätze vernichtet und Innovationen verhindert. Wir wollen nachhaltigen Fortschritt, der wirtschaftliche Dynamik,
soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung vereint. Wir wollen nachhaltigen Fortschritt, der wirtschaftliche Dynamik, soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung vereint. Dafür ist qualitatives Wachstum mit reduziertem Ressourcenverbrauch nötig. Qualitatives Wachstum setzt eine wettbewerbsfähige Volkswirtschaft mit hoher Produktivität und Wertschöpfung voraus. Zusätzliche Arbeitsplätze entstehen vor allem, wo kreative Menschen ihre Ideen umsetzen und auf den Markt bringen. Der Staat kann und soll die Märkte nicht ersetzen. Aber er kann Leitmärkten Impulse geben. Er muss industriepolitische Prioritäten setzen. Eine strategische Industriepolitik setzt auf den Ausbau der qualitativen Vorsprünge unseres Wirtschaftsstandortes. Wir wollen die sozialen Sicherungssysteme stärker durch Steuern auf alle Einkunftsarten und weniger durch Beiträge finanzieren.
Hohe Binnennachfrage schafft mehr Beschäftigung. Darum ist es nicht nur gerecht, sondern ökonomisch geboten, dass sich Lohnsteigerungen mindestens an der Produktivität und der Inflation orientieren.
Unsere Finanz- und Geldpolitik in Deutschland und Europa zielt darauf, die Konjunktur zu festigen und ein stetiges, kräftiges Wachstum zu fördern. Der Staat muss durch nationale wie internationale Stabilisierungspolitik dazu beitragen, konjunkturelle Krisen zu überwinden. Die öffentliche Hand muss Geld ausgeben, damit die Konjunktur Impulse erhält und die gesamte Gesellschaft davon profitiert. Eine nachhaltige Wachstumsentwicklung braucht kontinuierlich ansteigende öffentliche Investitionen in Bildung, Forschung und Infrastruktur.

Die Linke
wir wollen eine entscheidende Bekämpfung der massen- und Langzeitarbeitslosigkeit durch die Schaffung von sozialversicherungspflichtigen Existenzsichernden Arbeitsplätzen.
Wir wollen eine entschiedene Bekämpfung der Massen- und Langzeitarbeitslosigkeit durch die Schaffung von sozialversicherungspflichtigen, Existenzsichernden Arbeitsplätzen. Deshalb brauchen wir umfangreiche öffentliche Investitionen und mehr öffentlich geförderte Beschäftigung.

Wir wollen die Jobvernichtung in Konzernen mit Milliardengewinnen beenden. Deshalb fordern wir ein generelles Verbot von Massenentlassungen in profitablen Unternehmen und eine Verlagerungsabgabe in Höhe der entstehenden sozialen Folgekosten bei Verlagerungen von Betriebsteilen ins Ausland. Öffentliche Subventionen für private Wirtschaftsaktivitäten müssen sich in staatlichen Unternehmensanteilen mit entsprechenden Stimmrechten niederschlagen.
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